Ambulante Pflegedienste in Hamburg

Hamburg, Freie und Hansestadt

Für Hamburg ist die Liste lang genug, dass Vergleichen sich lohnt — auf die Anfahrt kommt es dabei mehr an als auf die Gesamtzahl. Ob ein Dienst gerade aufnehmen kann, verrät allerdings keine Statistik — deshalb zählt der erste Anruf mehr als jede Kennzahl.

Was macht die Pflege-Suche in Hamburg besonders?

Hamburg ist als Stadtstaat von zwei Bundesländern zugleich umgeben: Im Norden liegt Schleswig-Holstein, südlich der Elbe beginnt Niedersachsen. Wie weit ein Pflegedienst fährt, entscheidet er selbst, auch über die Landesgrenze hinweg — was er abrechnet und welche Alltagshilfe die Pflegekasse anerkennt, richtet sich aber nach dem Landesrecht des jeweiligen Bundeslands. Wer Angebote aus dem Hamburger Umland vergleicht, vergleicht damit, je nachdem in welche Richtung der Vergleich geht, Hamburger Recht mit dem Schleswig-Holsteins oder dem Niedersachsens.

Welche Pflegedienste sind in Hamburg gemeldet?

Die oben gelisteten 325 Dienste haben ihre Anschrift in Hamburg. Die Reihenfolge ist alphabetisch — sie ist keine Bewertung und keine Empfehlung.

Die Angaben zu Einwohnerzahlen und Verwaltungsgrenzen beruhen auf amtlichen Daten. Welche Quellen wir nutzen.

Wer steckt hinter den Diensten in Hamburg?

Die Liste oben zählt 325 Einträge. Dahinter stehen 276 Anbieter: 79 Einträge führen auf dieselbe Website wie ein anderer Eintrag — sie gehören jeweils zu einem Anbieter, der hier mehrere Anschriften führt. Wer die Liste der Reihe nach abtelefoniert, landet an diesen Stellen zweimal beim selben Haus.

31 der Einträge tragen einen Wohlfahrts- oder kirchlichen Träger im Namen — AWO, Caritas, Diakonie, DRK und ähnliche —, die übrigen 294 nicht. Wem die Trägerschaft wichtig ist, sieht damit auf einen Blick, wie viel Auswahl er in welche Richtung hat. Über freie Kapazität, Wartezeit oder die Qualität der Pflege sagt sie nichts — das klärt sich erst im Gespräch.

5 Einträge führen Intensiv- oder Beatmungspflege im Namen — ein erster Anhaltspunkt, wenn Sie danach suchen. Ein Name ist aber kein Leistungsverzeichnis; fragen Sie nach. Die Anschriften verteilen sich auf 86 Postleitzahlbereiche; wo genau, zeigt die Karte oben.

Ausgezählt haben wir die Namen und Internetadressen aus unserem eigenen Bestand — mehr steht dahinter nicht. Ein Dienst, der zu einem Wohlfahrtsverband gehört, ihn aber nicht im Namen führt, taucht hier deshalb nicht als solcher auf, und zwei Anbieter ohne eigene Website erkennen wir nicht als zusammengehörig, selbst wenn sie es sind.

Was kostet ein ambulanter Pflegedienst in Hamburg?

Was ein Pflegedienst abrechnen darf, ist nicht bundesweit einheitlich festgelegt, sondern wird zwischen den Pflegekassen und den Verbänden der Pflegedienste je Bundesland vereinbart. Für Hamburg gelten deshalb die Vergütungen für Hamburg — nicht die eines Nachbarlandes und nicht ein bundesweiter Durchschnitt. Einen festen Preis können wir hier darum nicht nennen; verlangen Sie beim Dienst einen Kostenvoranschlag, bevor die Pflege beginnt.

Was die Pflegekasse davon übernimmt, hängt dagegen nicht vom Wohnort ab, sondern vom Pflegegrad. Die Tafel zeigt das monatliche Budget für die Pflegesachleistung; die Einzelheiten — und wann ein Eigenanteil entsteht — stehen im Ratgeber: Wie viel die Pflegekasse für einen ambulanten Pflegedienst zahlt.

Monatliches Budget für die Pflegesachleistung (§ 36 SGB XI) — bundesweit gleich, unabhängig vom Wohnort
Pflegegrad Budget Pflegesachleistung
Pflegegrad 1 — 1 (kein Anspruch auf Pflegesachleistung)
Pflegegrad 2 796 €/Monat 1
Pflegegrad 3 1.497 €/Monat 1
Pflegegrad 4 1.859 €/Monat 1
Pflegegrad 5 2.299 €/Monat 1

Was ein Dienst je Einsatz abrechnet, regeln die Vergütungsvereinbarungen für Hamburg; das Budget oben sagt, bis zu welcher Höhe die Pflegekasse diese Rechnungen übernimmt.

Welche Wege gibt es in Hamburg neben dem Pflegedienst?

Wenn kein Dienst Kapazität hat, gibt es einen zweiten Weg: Der Entlastungsbetrag von 131 €/Monat 2 steht allen Pflegegraden zu und lässt sich auch für nach Landesrecht anerkannte Alltags-Unterstützung einsetzen — etwa Betreuung, Begleitung und Hilfe im Haushalt. Wer solche Hilfe anbieten und mit der Pflegekasse abrechnen darf, regelt jedes Bundesland selbst.

Hamburg hat für diesen Weg eine eigene Servicestelle Nachbarschaftshilfe im Auftrag der Sozialbehörde: Dort können sich Helferinnen und Helfer ohne besondere Qualifikation registrieren lassen, höchstens zwei Leistungsberechtigte unterstützen und die Aufwandsentschädigung über den Entlastungsbetrag abrechnen.

Amtliche Quellen zu diesem Abschnitt: Servicestelle Nachbarschaftshilfe Hamburg (im Auftrag der Sozialbehörde) (öffnet in neuem Fenster) .

Was Sie außerdem wissen sollten, bevor der Dienst kommt

Ein Pflegedienst kostet Geld, und wie viel davon bei Ihnen hängen bleibt, hängt vom Pflegegrad und von der gewählten Leistung ab. Diese vier Ratgeber beantworten die Fragen, die beim ersten Telefonat fast immer aufkommen:

Häufige Fragen zu Pflegediensten in Hamburg

Wie viele ambulante Pflegedienste gibt es in Hamburg?

In Hamburg gibt es 325 ambulante Pflegedienste mit eigener Anschrift im Ort. Die Zahl stammt aus einem geprüften Verzeichnis und zählt nur Dienste, die hier gemeldet sind. Ob einer von ihnen gerade neue Patientinnen und Patienten aufnimmt, sagt die Zahl nicht: freie Kapazität wird nirgends gemeldet, das erfährt man nur im Gespräch.

Wie gut ist Hamburg mit ambulanter Pflege versorgt?

Auf 1.000 Einwohner ab 65 Jahren kommen in Hamburg 0,96 ambulante Pflegedienste. Ein Vergleich mit Kreis oder Land ist hier nicht möglich: Hamburg ist zugleich Stadt und Bundesland, ein weiterer Bezugswert liegt im Bestand nicht vor.

Die Zählung folgt der Anschrift des Dienstes, nicht seinem Einsatzgebiet. Über freie Kapazitäten, Wartezeiten oder die Qualität der Pflege sagt die Zahl nichts aus.

Die Zahlen hinter dem Vergleich
Ambulante Pflegedienste im Ort 325
Einwohner 1.869.473
davon 65 Jahre und älter 339.610
Anteil ab 65 Jahren 18,2 %
An wen wende ich mich für kostenlose Beratung?

Jede gesetzlich pflegeversicherte Person hat Anspruch auf kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI — über die eigene Pflegekasse, auf Wunsch auch als Hausbesuch. Die Beratung ist neutral, dort verkauft niemand etwas; sie hilft beim Antrag ebenso wie bei der Suche nach einem Dienst mit freier Kapazität.

Wie Sie den Termin bekommen und was Sie mitbringen sollten: Pflegeberatung nach § 7a — der Ratgeber.

Einwohnerzahlen: Regionaldatenbank Deutschland, Tabelle 12411-02-03-5, Stichtag 31.12.2025. Dienste: eigener geprüfter Bestand; ein Prüfdatum je Eintrag liegt noch nicht vor.

Quellen

  1. § 36 SGB XI; BMG, Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026 (Merkblatt-Stand 11.12.2025) · ab 1.1.2026 · Quelle abgerufen am 18.8.2026
  2. § 45b SGB XI; BMG, Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026 (Merkblatt-Stand 11.12.2025) · ab 1.1.2026 · Quelle abgerufen am 18.8.2026