Ambulante Pflegedienste in Berlin

Berlin, Stadt

Für Berlin ist die Liste lang genug, dass Vergleichen sich lohnt — auf die Anfahrt kommt es dabei mehr an als auf die Gesamtzahl. Ob ein Dienst gerade aufnehmen kann, verrät allerdings keine Statistik — deshalb zählt der erste Anruf mehr als jede Kennzahl.

Was macht die Pflege-Suche in Berlin besonders?

Berlin ist als Stadtstaat vollständig von Brandenburg umschlossen — die Landesgrenze verläuft mitten durch das Berliner Umland, oft nur wenige Straßenzüge von der letzten Berliner Adresse entfernt. Ein Pflegedienst mit Sitz in Berlin darf ebenso ins brandenburgische Umland fahren wie ein brandenburgischer Dienst nach Berlin; was er abrechnet, richtet sich aber nach dem Landesrecht seines Bundeslands, und bei der Anerkennung von Alltagshilfe gelten in Berlin und Brandenburg unterschiedliche Regeln. Wer als Grenzbewohner Angebote von beiden Seiten vergleicht, vergleicht deshalb auch hier zwei Regelwerke, nicht nur zwei Anbieterlisten.

Welche Pflegedienste sind in Berlin gemeldet?

Die oben gelisteten 552 Dienste haben ihre Anschrift in Berlin. Die Reihenfolge ist alphabetisch — sie ist keine Bewertung und keine Empfehlung.

Die Angaben zu Einwohnerzahlen und Verwaltungsgrenzen beruhen auf amtlichen Daten. Welche Quellen wir nutzen.

Wer steckt hinter den Diensten in Berlin?

Die Liste oben zählt 552 Einträge. Dahinter stehen 456 Anbieter: 155 Einträge führen auf dieselbe Website wie ein anderer Eintrag — sie gehören jeweils zu einem Anbieter, der hier mehrere Anschriften führt. Wer die Liste der Reihe nach abtelefoniert, landet an diesen Stellen zweimal beim selben Haus.

36 der Einträge tragen einen Wohlfahrts- oder kirchlichen Träger im Namen — AWO, Caritas, Diakonie, DRK und ähnliche —, die übrigen 516 nicht. Wem die Trägerschaft wichtig ist, sieht damit auf einen Blick, wie viel Auswahl er in welche Richtung hat. Über freie Kapazität, Wartezeit oder die Qualität der Pflege sagt sie nichts — das klärt sich erst im Gespräch.

5 Einträge führen Intensiv- oder Beatmungspflege im Namen — ein erster Anhaltspunkt, wenn Sie danach suchen. Ein Name ist aber kein Leistungsverzeichnis; fragen Sie nach. Die Anschriften verteilen sich auf 166 Postleitzahlbereiche; wo genau, zeigt die Karte oben.

Ausgezählt haben wir die Namen und Internetadressen aus unserem eigenen Bestand — mehr steht dahinter nicht. Ein Dienst, der zu einem Wohlfahrtsverband gehört, ihn aber nicht im Namen führt, taucht hier deshalb nicht als solcher auf, und zwei Anbieter ohne eigene Website erkennen wir nicht als zusammengehörig, selbst wenn sie es sind.

Was kostet ein ambulanter Pflegedienst in Berlin?

Was ein Pflegedienst abrechnen darf, ist nicht bundesweit einheitlich festgelegt, sondern wird zwischen den Pflegekassen und den Verbänden der Pflegedienste je Bundesland vereinbart. Für Berlin gelten deshalb die Vergütungen für Berlin — nicht die eines Nachbarlandes und nicht ein bundesweiter Durchschnitt. Einen festen Preis können wir hier darum nicht nennen; verlangen Sie beim Dienst einen Kostenvoranschlag, bevor die Pflege beginnt.

Was die Pflegekasse davon übernimmt, hängt dagegen nicht vom Wohnort ab, sondern vom Pflegegrad. Die Tafel zeigt das monatliche Budget für die Pflegesachleistung; die Einzelheiten — und wann ein Eigenanteil entsteht — stehen im Ratgeber: Wie viel die Pflegekasse für einen ambulanten Pflegedienst zahlt.

Monatliches Budget für die Pflegesachleistung (§ 36 SGB XI) — bundesweit gleich, unabhängig vom Wohnort
Pflegegrad Budget Pflegesachleistung
Pflegegrad 1 — 1 (kein Anspruch auf Pflegesachleistung)
Pflegegrad 2 796 €/Monat 1
Pflegegrad 3 1.497 €/Monat 1
Pflegegrad 4 1.859 €/Monat 1
Pflegegrad 5 2.299 €/Monat 1

Was ein Dienst je Einsatz abrechnet, regeln die Vergütungsvereinbarungen für Berlin; das Budget oben sagt, bis zu welcher Höhe die Pflegekasse diese Rechnungen übernimmt.

Welche Wege gibt es in Berlin neben dem Pflegedienst?

Wenn kein Dienst Kapazität hat, gibt es einen zweiten Weg: Der Entlastungsbetrag von 131 €/Monat 2 steht allen Pflegegraden zu und lässt sich auch für nach Landesrecht anerkannte Alltags-Unterstützung einsetzen — etwa Betreuung, Begleitung und Hilfe im Haushalt. Wer solche Hilfe anbieten und mit der Pflegekasse abrechnen darf, regelt jedes Bundesland selbst.

Berlin registriert ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe direkt bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person: Nötig ist eine kurze Schulung von sechs Stunden (oder ein Pflegekurs samt Informationsveranstaltung), unterstützt werden dürfen höchstens zwei Personen zugleich. Grundlage ist die Pflegeunterstützungsverordnung des Landes.

Amtliche Quellen zu diesem Abschnitt: Land Berlin: Angebote zur Unterstützung im Alltag (öffnet in neuem Fenster) .

Was Sie außerdem wissen sollten, bevor der Dienst kommt

Ein Pflegedienst kostet Geld, und wie viel davon bei Ihnen hängen bleibt, hängt vom Pflegegrad und von der gewählten Leistung ab. Diese vier Ratgeber beantworten die Fragen, die beim ersten Telefonat fast immer aufkommen:

Häufige Fragen zu Pflegediensten in Berlin

Wie viele ambulante Pflegedienste gibt es in Berlin?

In Berlin gibt es 552 ambulante Pflegedienste mit eigener Anschrift im Ort. Die Zahl stammt aus einem geprüften Verzeichnis und zählt nur Dienste, die hier gemeldet sind. Ob einer von ihnen gerade neue Patientinnen und Patienten aufnimmt, sagt die Zahl nicht: freie Kapazität wird nirgends gemeldet, das erfährt man nur im Gespräch.

Wie gut ist Berlin mit ambulanter Pflege versorgt?

Auf 1.000 Einwohner ab 65 Jahren kommen in Berlin 0,77 ambulante Pflegedienste. Ein Vergleich mit Kreis oder Land ist hier nicht möglich: Berlin ist zugleich Stadt und Bundesland, ein weiterer Bezugswert liegt im Bestand nicht vor.

Die Zählung folgt der Anschrift des Dienstes, nicht seinem Einsatzgebiet. Über freie Kapazitäten, Wartezeiten oder die Qualität der Pflege sagt die Zahl nichts aus.

Die Zahlen hinter dem Vergleich
Ambulante Pflegedienste im Ort 552
Einwohner 3.700.577
davon 65 Jahre und älter 715.339
Anteil ab 65 Jahren 19,3 %
An wen wende ich mich für kostenlose Beratung?

Jede gesetzlich pflegeversicherte Person hat Anspruch auf kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI — über die eigene Pflegekasse, auf Wunsch auch als Hausbesuch. Die Beratung ist neutral, dort verkauft niemand etwas; sie hilft beim Antrag ebenso wie bei der Suche nach einem Dienst mit freier Kapazität.

Wie Sie den Termin bekommen und was Sie mitbringen sollten: Pflegeberatung nach § 7a — der Ratgeber.

Einwohnerzahlen: Regionaldatenbank Deutschland, Tabelle 12411-02-03-5, Stichtag 31.12.2025. Dienste: eigener geprüfter Bestand; ein Prüfdatum je Eintrag liegt noch nicht vor.

Quellen

  1. § 36 SGB XI; BMG, Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026 (Merkblatt-Stand 11.12.2025) · ab 1.1.2026 · Quelle abgerufen am 18.8.2026
  2. § 45b SGB XI; BMG, Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026 (Merkblatt-Stand 11.12.2025) · ab 1.1.2026 · Quelle abgerufen am 18.8.2026